Zwangsstörungen

Behandlung von Zwangsstörungen mithilfe von Hypnosetherapie

Unter Zwangsstörungen werden immer wiederkehrende, zwanghaft auftretende Verhaltens‐ oder Gedankenmuster verstanden. Bei dieser häufigen psychischen Störung verspüren Betroffene immer wieder den Zwang, die gleichen Handlungen auszuführen oder verfallen immer wieder in die gleichen Gedankenmuster.

Bis zu zwei Prozent der erwachsenen Menschen in der Schweiz leiden unter solchen Zwangsstörungen. Dabei ist die Erkennung eines als relativ normal zu empfindenden Zwangs (z.B. das erneute Kontrollieren, ob die Haus‐ oder Autotür richtig verschlossen wurde) und die Identifizierung einer tatsächlichen Zwangsstörung oftmals nicht so einfach. Bei einer Zwangsstörung tritt das Bedürfnis schlichtweg wesentlich stärker auf. Betroffene können nicht darauf verzichten, gewisse Dinge wieder und wieder zu tun bzw. immer und immer wieder die gleichen Gedanken zu verfolgen, was letztendlich in einer Beeinträchtigung der eigenen Lebensqualität und Lebensfähigkeit resultiert.

Oftmals werden Zwangshandlungen ignoriert und als normal abgetan. Folgende alltäglichen Zwänge können je nach Ausprägung jedoch schon als Zwangsstörung definiert werden:

1.) Nägelkauen – Eine der typischsten Zwangshandlungen ist das Nägelkauen. Meist tritt das Nägelkauen in wiederkehrenden Situationen auf oder beim Empfinden bestimmter Gefühle. Das Kauen der Nägel geschieht hierbei meist total unbewusst. Das Resultat sind ungepflegte Nägel, welche die Unsicherheit von Betroffenen wiederum verstärken können.

2.) Waschzwang – Ausgiebige Wasch‐ und Putzrituale können als Zwangshandlung definiert werden. Die Angst vor Verschmutzung oder Kontakt mit Bakterien, welche in unverhältnismässige Rituale ausufert, ist als krankhaft zu bezeichnen.

3.) Kontrollzwang – Das genannte Überprüfen von z.B. Schlössern oder Küchengeräten ist eine unterbewusste Kontrollstörung, um ein gefürchtetes Ereignis zu verhindern, sei es Angst vor Diebstahl, Hausbrand o.Ä. Eine Zwangsstörung liegt vor, wenn der Kontrollzwang unverhältnismässig oft auftritt.


Zwangsstörungen werden unterbewusst ausgelöst und genau hier setzt die Hypnose an. Anstatt, wie in herkömmlichen Therapien zur Behandlung von Zwangsstörungen die Symptome zu verringern, arbeitet die Hypnose an der Ursache des Problems.

Während der Hypnose werden die Auslöser und Gründe für die Zwangsstörung identifiziert, um sie im Anschluss zu neutralisieren. Meist sind Geschehnisse aus der Vergangenheit, oftmals der Kindheit, dafür verantwortlich, dass Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken auftreten.

Im ersten Schritt der Hypnose wird ein hypnotischer Trancezustand erzeugt, welcher es dem Therapeuten ermöglicht, zum Grundproblem vorzudringen. Ist dieses Problem gefunden, wird es mithilfe von Intervention (gezielte Fragen und Bewusstmachung, dass dieses Problem nicht schlimm bzw. zu bewältigen ist), neutralisiert. Da dem Behandelten bewusst wird, dass kein Grund für das Ausüben des Zwangs existiert, verschwinden die Zwangsstörungen. Dem Wiederauftreten des Zwangs wird Einhalt geboten.


Wie funktioniert die Hypnose bei Zwangsstörungen?

1. Schritt – Entspannungsphase:

Mit sanftmütigen Worten lasse ich Sie in einen schlafähnlichen Zustand (Trance) eintauchen. Ihre Muskeln entspannen sich, Ihr Herz schlägt langsamer und die Aussenwelt verschwimmt.


2. Schritt – Welt der Erinnerungen und Bilder:

Die rechte Gehirnhälfte ist unter Hypnose passiv, die linke umso aktiver. Sie befinden sich in einem verwandelten Bewusstseinszustand, in dem Sie verdrängte oder vergessene Lebenserinnerungen zulassen.


3. Schritt – Positive Gedanken und Gefühle freisetzen:

In Trance sind wir anfällig für Beeinflussungen und Suggestionen. Zwangsstörungen kann ich über Gespräche in Trance positiv beeinflussen.


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